Weizentempler Schiwochenende 2007

Unser heuriges Ziel war eine Berghütte im schönen Zillertal, organisiert von Stefan, der bereits im Sommer dieses Quartier sicherte. Die Hütte , ausgelegt für 15 Mann war mit 18 Weizentemplern wirklich gut ausgelastet.
Die traditionelle Weizentempler Equipe wurde durch die 3 Neueinsteiger Arthur,Michi und Andreas ergänzt, die sehr gute Schifahrer sind wie sich herausstellen sollte. An das Tagespensum an Abfahrten mußten mußten sie sich allerdings erst gewöhnen.
Die Leistungs Skater reisten bereits am Freitag um 9.30(geplant 9.00h) ab um den frühen Nachmittag noch für ein Training südlich von München zu nutzen. Nach der Trainingsrunde wurden schnell die Schier verstaut und ab gings nach Tirol. Erstaunlicherweise wurde die Schneedecke immer dünner je weiter wir Richtung Österreich kamen und im Inntal schauten noch die Grashalme durch die weiße Pracht.
Die verspätete Abreise brachte den Zeitplan etwas durcheinander, sodaß wir die Hornbergbahn, welche uns zur Hütte bringen sollte am letzten Zacken erreichten. Glücklicherweise kamen Gerhard und Bernhard schon etwas früher an, sodaß sie bereits die Liftkarten für alle besorgen konnten und den Deal mit dem Liftpersonal für die Auffahrt ohne gültige Liftkarte klarmachten. Den letzten Kilometer von der Hornbergbahn zur Grillhofalm legten wir zu Fuß bzw. die ganz faulen mit dem Skidoo zurück. Oben auf 1700m gab es zumindest eine satt geschlossenen Schneedecke wenn auch hauptsächlich mit Kunstschnee gemacht.
Endlich in der Hütte angekommen, warteten wir noch auf die Nachzügler, die mit dem Bus zur Mittelstation gefahren waren und von dort mit dem Skidoo abgeholt wurden bevor es nach einem opulenten Nachtmahl an’s große Karteln ging. 4 große Fraktionen bildeten sich heraus 2x Schafkopf 1x Skat und 1x Stiche ansagen, ein Spiel das Erik einführte und welches großen Spaß machen sollte. Bis Mitternacht wurde mit großem Eifer und vor allem lautstartk gekartelt und diskutiert.
Die Nachtruhe war himmlisch, Berührungsängste waren uns ebenso fremd wie Empfindlichkeiten gegenüber Geräuschen oder Gerüchen.
Die Schneekanonen waren wegen der minimalen Schneeauflage auch die Nacht über im Dauereinsatz, ergänzt Gott sei Dank durch einigen (natürlichen) Neuschnee welcher uns am Samstag morgen eine herrlich weiche Auflage bot. Leider war die Sicht wegen des anhaltenden Schneefalls sehr bescheiden. Dies wurde mir bei einer Abkürzung zum Verhängnis als die Piste plötzlich „weg“ war(=ein Graben der nicht sichtbar war) , im nächsten Moment alles weiß um mich herum wurde und die Skier irgendwo steckenblieben. Da hilft nur schnell die Skier wieder einsammeln und weiterfahren als ob nichts gewesen wäre.
An Tiefschnee fahren war an diesem Tag noch nicht zu denken aber das sollte sich ändern, es schneite noch den ganzen Tag und die ganze Nacht!
Die Mittagpause in „unserer“ Hütte war natürlich ein Highlight. Während die anderen Skifahrer sich an den Tischen drängen lagen einige von uns gemütlich in den Betten und nahmen die Mahlzeit im Liegen ein. Den Vogel hat dann noch Arthur abgeschossen, als er den Wirt fragte, ob er ihm vielleicht einen Cappuccino ans Bett bringen könnte- er tat’s ohne Murren- Ja hier ist der Kunde noch König::::)
Am Abend mußten wir noch den Hüttenfernseher auf deutsches Fernsehen aufmotzen um das Viertelfinalspiel der deutschen Handballmannschaft mitverfolgen zu können. Eine durchaus lohnenswerte Aktion wie sich herausstellte, da die deutsche Mannschaft, unter Begeisterungsstürmen unserer arrivierten Weizentempler Handballer,mit Bravour ins Halbfinale einzogen.
Auch unser Club gab sich keine Blöße und landete wie schon üblich wenn wir auf Skiwochenende fahren einen Kantersieg gegen VFB Stuttgart. Eigentlich sollte unser Präsi da mal bei Martin Bader(Club Manager) vorstellig werden ob er nicht ein zusätzliches Ski Wochende finanzieren wollte, ein günstigeres Angebot für 3 Punkte gibt es wohl kaum.
Der Sonntag begann dann noch bedeckt, bereits nach kurzer Zeit kam jedoch die Sonne durch und ließ die Zillertaler Alpen im herrlichsten Glanz erstrahlen. Vor allem- es gab jetzt richtig schönen Tiefschnee! Stefan führte uns zielsicher zu den schönsten Hängen, manche davon noch richtig jungfräulich.„gesperrt/closed/ferme“ oder ähnlich häßliche Schilder galten dabei nicht unbedingt für uns , vor allem nicht wenn sich dahinter wunderbare Hänge verbergen.
Bei einer Abfahrt am Nachmittag sahen wir dann eine Skifahrerin, welche offensichtlich die Gewalt über Ihre Carving Bretter verloren hatte und sich von diesen unkontrolliert befreite und im Netz verfing. Während wir noch überlegten ob wir mit Weizentempler Bordpersonal(1 Chirurg, 1 Radiologe, 1 Hirnforscher, 1 Zahnarzt) eingreifen sollen, krabbelte die gute schon aus dem Netz hervor und war offensichtlich guter Dinge.
Um 15h war dieser Skitag leider schon zu Ende, da wir noch unserer Sachen packen und mit dem Gepäck zur Hornbergbahn fahren mussten.
Bei der abschließenden Auffahrt mit dem Sessellift zum Penken hatte man einen schönen Ausblick auf die Harakiri Piste(78%) die gerade ein Holländer zu Fuß bewältigte, seine Skier waren noch weiter oben und wurden von einem anderen Schifahrer eingesammelt. Der Holländer war offensichtlich stock betrunken, auf die Frage des anderen“ findest du das ist eine gute Einstellung betrunken Ski zu fahren“ erwiderte dieser „ Nein aber es macht Spaß“ Soviel zum Thema Breitensport.
Unten am Parkplatz zogen wir unsere verschwitzten Klamotten aus und schlüpften in weniger verschwitzte. Didi ließ die Situation fast eskalieren als er realisierte, dass eine 3er Gruppe Frauen mittleren Alters in einem X5 mit Münchner Kennzeichen das Treiben beobachte und er praktisch alle Klamotten gleichzeitig auszog und nur mehr in der Unterhose dastand. Als er dann auch noch an den Rand der Unterhose griff kreischten die 3 schon auf und wollten wahrscheinlich bald über ihn herfallen. Er entsann sich aber seiner guten Erziehung und zog sich schleunigst wieder an. Die 3 Frauen verließen dann schnell den Parkplatz.
Die Hütte ist übrigens für nächstes Jahr wieder reserviert!
Teilnehmer 2007: Stefan,Didi,Jörg,Männi;Reini, Gerhard H, Gerhard HF,Christian, Arthur, Armin, Jürgen, Erik,Michi,Roland,Bernhard,Richard,Andreas,Ferdl
Bericht: Ferdl
Bilder: Andreas